In meinen Schriften spreche ich häufig von der Befreiung des Bewusstseins. Das ist ein Thema, das mich seit vielen Jahrzehnten fasziniert. In diesem Kontext ist es mir ein großes Anliegen, eine möglichst klare Sprache bzw. präzise Worte zu verwenden, die den Sinn dessen, was zum Ausdruck gebracht werden soll, genau wiedergeben. Oft ringe ich lange mit Formulierungen und greife letztlich auf Wortneuschöpfungen oder orthographische Stilmittel zurück, um dem, was so schwer in Sprache zu fassen ist, gerecht zu werden. Unsere Sprache ist noch so begrenzt! Stets bedacht, dass die aufeinander aufbauenden Inhalte eine logischen Folgerichtigkeit haben, zielt mein schriftstellerische Wirken darauf ab, »Begrenzungen des Denkens« bzw. »Konditionierungen des Bewusstseins« zu entlarven.
Weitere Texte von mir beinhalten poetische Geschichten und Gedichte. Ich liebe es, mich einer mehrdeutigen Bildsprache zu bedienen, deren Elemente sich immer weiter verflechten und dabei regelrecht um das ausgewählte Thema ranken. Hier wird sichtbar, dass mich verschiedene spirituelle Traditionen berührt und beeinflusst haben. Insbesondere die metaphorische Ausdrucksweise des Sufismus hat in mir zarte Pinselstriche voller Licht, die ich persönlich wie ein zärtliches Streicheln empfinde, hinterlassen.
Eine weitere Folge davon, dass ich micht seit meiner Jugend mit unterschiedlichen Weisheitslehren beschäftigt habe, hat dazu geführt, dass ich vor einigen Jahren auf das Tarot gestoßen bin. Die 22 Karten der Großen Arkana haben mich – wie man meinen Bildern und Skizzen entnehmen kann – sehr geprägt. Ich finde es hilfreich, aus mehreren Tarot-Systemen eine bestimmte Karte auszuwählen und mich in deren Symbolik zu vertiefen. Besonders ansprechen tun mich persönlich die Tarotkarten von Oswald Wirth, Arthur Edward Waite und Paul Foster Case. Sie sind überaus detailreich, ästhetisch und kunstvoll gestaltet und wurden – so empfinde ich das – mit viel Hingabe erstellt. Wenn wir drei Karten aus verschiedenen Tarotsystemen mit dem selben Motiv (beispielsweise die 21. Karte, »DIE WELT«) so nebeneinander vor uns liegen haben, ist es angeraten, einige Zeit darüber zu meditieren. So enthüllen sich uns immer wieder neue oder tiefere Bedeutungen. Kurz: Diese Art der Betrachtung hilft uns, uns dem darin verborgenen »geheimen Wissen« zu nähern.